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Land und Leute sowie das Glaubensleben im Kosovo auf beeindruckende Art kennengelernt

BREMEN � Fünf Tage voller unendlich vieler Eindrücke erlebten jetzt fünf Mitglieder der aus der Pfarrei St. Lambertus Bremen auf dem Weg in den Kosovo. Sie folgten damit der Einladung des Pfarrers der dortigen St.-Abrahams-Gemeinde in Llapushnik, Don Meriton Dedaj. Höhepunkt des Besuches sollte die Mitfeier des zweiten Jahrestages der Weihe der Pfarrkirche St. Abraham sein. Nach der Ankunft auf dem Flughafen in Pristina folgte sogleich der Besuch einer Gastfamilie verbunden mit einem landestypischen Mittagessen. Eine erste kleine Besonderheit auf der Fahrt war die Abendmesse in St. Abraham in Llapushnik. Hier durfte die Reisegruppe aus Deutschland eine Erwachsenentaufe mit Firmung sowie anschließender Trauung des Ehepaares in ortsüblicher Trachtenkleidung innerhalb der Eucharistiefeier erleben. Mit einem anschließenden großen Empfang für die gesamte Gemeinde im Pfarrsaal unterhalb der Kirche endete der erste Reisetag. Schon am nächsten Tag dann der eigentliche Höhepunkt der gesamten Fahrt: Am Vormittag fand die Feier des zweiten Weihetages der St. Abrahamskirche statt. Rund 400 Gläubige hatten sich v ersammelt, um der festlichen Eucharistiefeier beizuwohnen. Anschließend fand wiederum ein großer Empfang, diesmal auf dem Kirchplatz rund um die Kirche, statt. Am späten Nachmittag besuchte die Reisegruppe aus St. Lambertus die Ausgrabungsstätte Ulpiana in der Nähe von Pristina. Die ältesten Ausgrabungen stammen dort aus dem frühen ersten Jahrhundert der Römerzeit. Der dritte Tag stand unter dem Stichwort „Land und Leute“. Eine Fahrt nach Prizren war verbunden mit dem Besuch einer Moschee samt Führung und der anschließenden Besichtigung einer mittelalterlichen Festung. Anschließend wurde die Stadt Gjakova angefahren und die Stadt sowie Pfarrkirche der Stadt besichtigt. Der Tag endete mit dem Besuch eines kleinen landwirtschaftlichen Betriebes. Der vierte und vorletzte Tag der Reise begann mit einer beinduckenden Führung durch die neue geweihte Kathedrale Mutter Teresa in Pristina. Von dort erfolgte eine Fahrt zum Wallfahrtsort Litniza. In dieser Wallfahrtskirche erlebte die heilige Mutter Theresa ihre Berufung zu Ordensfrau, um ihr Leben ganz und gar den Ärmsten der Armen zu widmen. Auf dem Rückweg in das Hotel wurde noch die Kirche in Stubl besucht. Diese Kirche erinnert in ihrer Bauweise und Architektur im Besonderen an die rund 3 000 Märtyrer aus der Zeit des Osmanischen Reiches. Mit unzähligen Eindrücken von Land und Leute und dem Glaubensleben im Kosovo im Gepäck durften die fünf Reiseteilnehmer wieder wohlbehalten in ihre Heimat zurückkehren.

Quelle Bild und Text: Soester Anzeiger, Ausgabe vom 21.10.2017