Aktuelles

„Individuelles Firmkonzept“ genehmigt

NIEDERENSE � Die Pfarrgemeinde St. Lambertus geht in Ense bei der Firmvorbereitung der Jugendlichen moderne, neue Wege. Das „Individuelle Firmkonzept“, das ab dem 1. August 2017 umgesetzt werden soll, stellten am Dienstagabend im Niederenser Haus Porta Coeli Pastor Carsten Scheunemann und Gemeindereferentin Katrin Kokenkemper dem Pfarrgemeinderat von St. Lambertus
vor.
Danach bekommen die Jugendlichen zu ihrem 15. Geburtstag ein Glückwunschschreiben, verbunden mit der Einladung zu einem Gespräch über die Firmung, das an jedem ersten Mittwoch im Monat angeboten werden soll. Hierbei erhält der Jugendliche Informationen über die Firmvorbereitung, die kommenden Firmfeiern sowie einen Hinweis auf die eigens für das Thema „Firmung“ gestaltete Homepage. Außerdem wird jedem Jugendlichen ein Ausweis ausgehändigt, der als Teilnahmenachweis
an der künftig in modularer Form gestalteten Firmvorbereitung dient. Zum neuen, für jeden  Jugendlichen individuellen Konzept gehören von ihm frei zu wählende Projekte aus jeweils einem Modul, an dem er mindestens teilzunehmen hat. Das sind die einmalige Teilnahme an einer  Veranstaltung im Bereich der Caritas, an einer Veranstaltung im Bereich der Gemeindepastoral,
an einem Glaubenskurs in Hardehausen und an fünf frei wählbaren Gottesdiensten. Als „Joker“ kann auch eine Wallfahrt nach Lourdes eingesetzt werden, die dann eine Teilnahme an den Modulen
Caritas, Gemeindepastoral und Gottesdienstteilnahme ersetzt.
Hintergrund des neuen Konzeptes, die Jugendlichen erst ab dem 15. Lebensjahr zur Firmung zu führen, sei unter anderem, dass sie dann ein Alter zur eigenen Entscheidung erreicht hätten,
während zwischen 13 und 14 Jahren noch eher von Eltern, Großeltern, Gruppen, Klassen und Ortsgemeinschaften beeinflusst würden, so die Verantwortlichen. Die künftig so vorbereiteten  Firmbewerber können in Ense erstmals im Jahr 2018 das Sakrament in einer von zwei Feiern
empfangen, von denen eine im Frühjahr und eine im Herbst stattfindet.
Das Konzept wurde mit Weihbischof Matthias König und Propst Michael Feldmann als Verantwortlichen
für den künftigen pastoralen Raum abgestimmt und von Erzbischof Hans-Josef Becker für zunächst drei Jahre genehmigt. � hr

Quelle Bilder und Text: Soester Anzeiger, Ausgabe vom 17.11.2016