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„Glaube braucht die Erfahrung von einem spürbaren Gott“

Mit einem Festhochamt zu Ehren des Heiligen Bernhard von Clairvaux, das vom gemischten Chor des MGV „Concordia“ Niederense gesanglich begleitet wurde, und in dem die Ortsvereine mit ihren Fahnenabordnungen vertreten waren, feierten am Sonntag die Gläubigen in Niederense das Namensfest des Schutzpatrons ihrer Kirche. Im Haus Porta Coeli wurde ein Kindergottesdienst angeboten. In seiner Begrüßung und in der Predigt betonte Pastor Carsten Scheunemann unter anderem, dass die Kirche nicht nur allein auf Jesus Christus gegründet sei, sondern auch auf den großen Heiligen ruhe. Auf sie schauten die Menschen hinauf. Der Heilige Bernhard, der unter anderem die Orden der Zisterzienser gegründet habe, sei einer von ihnen gewesen. Er habe mit einer gewissen Genialität über seine Gotteserfahrung erzählt, über die nur wenige Menschen berichteten. Der Heilige Bernhard beschreibe es mit dem schönen Bild eines Besuchs, das mit Suchen zu tun habe. Der lebendige Glaube brauche die Verinnerlichung, die Erfahrung, dass Gott im Leben erfahrbar, spürbar sei. Wie bei einem Treffen mit einem geliebten Menschen, so gehe es im Leben des Menschen beim Besuch Gottes um die Frage, ob er wirklich herbeigewünscht werde. Ein ersehnter Besuch nämlich, erfülle in der Regel mit Licht und Wärme. Beim zweiten Teil des Patronatsfestes trafen sich die Gläubigen am Haus Porta Coeli zum gemütlichen Beisammensein. Die Küchen konnten am Sonntag in vielen Niederenser Haushalten kalt bleiben, weil die Vorstandsmitglieder der Ortsvereine für das leibliche Wohl sorgten. Alles beste Voraussetzungen für die Besucher, aktuelle Themen zu diskutieren und Neuigkeiten auszutauschen. Für die Unterhaltung der jungen Besucher sorgte die Messdienergruppe von St. Bernhard. Der Erlös des Patronatsfestes ist für „Stiftung Kinderhilfe Ense“ bestimmt.

Quelle Text: Soester Anzeiger, Ausgabe vom 28.08.2018