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Wenn's sie nicht gäbe, müsste man die EU erfinden

BREMEN - Es sei eine wunderbare Sache, dass die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden auf der ganzen Welt am Weltfriedenstag die Glocken hätten läuten lassen. Das betonte Dr. Peter Liese zu Beginn seiner Festansprache zur Eröffnung der Lambertuswoche am Sonntag in Ense-Bremen.

Dies erinnere gerade die Christen daran, für den Frieden zu arbeiten, so Liese in der Bremer Lambertuskirche. In der Folge erinnerte der Europaabgeordnete, der auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken angehört, unter anderem daran, dass es in der Geschichte fast alle 20 bis 30 Jahre schreckliche Kriege gegeben habe.

Nachdem Europa 1945 in Schutt und Asche gelegen habe, sei Franz Stock ein Wegbereiter der deutsch-französischen Aussöhnung gewesen. Die großen Europäer Konrad Adenauer, Robert Schumann und Alcide de Gasperi hätten vor ihren Verhandlungen zunächst gemeinsam gebetet.

Die europäische Einigung habe dazu beigetragen, dass es seit mehr als 70 Jahren Frieden in Europa gebe. Diese Errungenschaft solle man nicht vergessen. Der Frieden sei aber nicht selbstverständlich. Man müsse aufpassen, dass er nicht zerbreche. Das würde er auch Schülerinnen und Schülern immer wieder sagen.

Wenn es die Europäische Union nicht gebe, müsste sie aus vielen Gründen erfunden werden. Nicht zuletzt auch wegen des Handelskonflikts mit den USA. Auch Russland und China müsse man geschlossen gegenübertreten.

Die Wirtschaft in Südwestfalen profitiere von der Europäischen Union. Insgesamt sei die Versöhnung der Völker und die Zusammenarbeit in Europa auch ein christliches Anliegen. - hr

Quelle Text: https://www.soester-anzeiger.de/lokales/ense/peter-liese-ense-wenns-nicht-gaebe-muesste-erfinden-10266470.html