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Glocken in Höingen und Bilme schweigen weiter

Bilme/Höingen – Die Glocken in Höingen und Bilme werden wohl noch geraume Zeit schweigen. Bislang jedenfalls liegt noch keine offizielle Stellungnahme des Erzbischöflichen Generalvikariats in Paderborn vor, wonach die Reparatur der Läutewerke genehmigt beziehungsweise bezuschusst wird. Insofern konnten die Aufträge zur Behebung der Schäden auch noch nicht vergeben werden. Das hat Pastor Carsten Scheunemann auf Anzeiger-Nachfrage erklärt. Wann mit einem Schreiben aus der Bischofsstadt zu rechnen ist, sei vollkommen offen.

Und damit hat sich eine Hoffnung der Verantwortlichen zerschlagen. Denn als sich im November der Glockensachverständige des Erzbistums, Dechant Dr. Gerhard Best, die defekten Läutewerke in Höingen und Bilme angeschaut hatte, da ging man noch davon aus, zügig die Reparatur der Glocken in die Wege leiten zu können durch eine entsprechende Auftragsvergabe im Kirchenvorstand von St. Lambertus. Indes: Auf eine Stellungnahme Bests, der die Maßnahmen empfohlen, und nach Darstellung von Pastor Carsten Scheunemann, der das Erzbischöfliche Generalvikariat um eine positive Stellungnahme gebeten hatte, gab es bis jetzt keine Reaktion. „Deshalb können auch wir nicht tätig werden und Handwerker beauftragen“, so der Leiter der Pfarrei im Gespräch mit dem Anzeiger.

Am Läutewerk in Bilme bedarf das Schwungrad an der Angelusglocke der Reparatur, weil es verzogen ist. Verbraucht sind nach Dr. Bests Einschätzung auch Ketten und Anzüge an der Glocke, die mit dem Motor verbunden seien.

In Höingen wiederum sind bei einer Glocke die Lagerungen defekt, und an allen drei Glocken bedürfen die Haltebolzen der Erneuerung.

Sämtliche Mängel, so der Sachverständige seinerzeit, seien die natürliche Folge des Gebrauchs der Glocken. Deren Beseitigung sei daher dringend erforderlich.

Der Wunsch zur Anschaffung einer Funkuhr für das Höinger Läutewerk, um es automatisch in Gang zu setzen, konnte Dr. Gerhard Best nachvollziehen und nannte eine entsprechende Investition „vernünftig“.

Zu fragen sei ferner, ob man in Höingen die Denkmalglocke von 1768 jetzt schon restauriere und die mit Rost besetzten Stahlglocken entroste und mit Farbe versehen wolle. Er, so Dr. Gerd Best damals, werde dem Erzbischöflichen Generalvikariat die Bezuschussung vorschlagen.

Quelle Text: https://www.soester-anzeiger.de/lokales/ense/glocken-hoeingen-bilme-gerhard-best-pastor-carsten-scheunemann-13373257.html