Bildungsansätze

Teiloffene, situationsorientierte und religionspädagogische Arbeit

 

Teiloffene Arbeit

Wir arbeiten in unserer Einrichtung, teiloffen das heißt jedes Kind ist einer festen Stammgruppe zugeordnet. Hier beginnt es den Morgen, wichtig ist uns hierbei die persönliche Begrüßung des Kindes und seiner Bezugsperson (Eltern, Großeltern…). Bis zum gemeinsamen Morgenkreis findet das Freispiel in der Gruppe statt. Das Freispiel hat eine große Bedeutung, weil es selbstgesteuert und aus einem unabhängigen Impuls entstandene Erfahrungen ermöglicht. Im Morgenkreis werden alle Kinder begrüßt, ein Begrüßungslied gesungen. Gemeinsam wird gebetet und Anliegen der Kinder können aus dem eigenen Bedürfnis der Kinder heraus an Gott gerichtet werden. Weitere Anliegen der Kinder sollen durch freies Erzählen zum Ausdruck kommen (durch Schilderungen von Erlebnissen, Wünschen und Bedürfnissen). Hiermit unterstützen wir insbesondere die sprachlichen und sozial/emotionalen Kompetenzen. Das Bewegungsprogramm

„ von Anfang an im Gleichgewicht“ zur Prävention und Gesundheitsförderung haben wir fest in unseren Morgenkreisen integriert. Nach dem Morgenkreis stehen einer bestimmten Anzahl von Kindern ab 4 Jahren folgende Bildungsbereiche zur Verfügung: das Atelier, die Forscherecke,

der Bau-und Konstruktionsraum, der Rollenspielbereich sowie das Außengelände. Durch verschiedene Maßnahmen ( offene Angebote sowie Material und Raumangebot, vorschulische Angebote, ) machen wir den Kindern diese Bildungsbereiche zugänglich und begleiten sie hierbei.

Zur Bewegungsförderung steht uns einmal pro Woche die Turnhalle der Grundschule zur Verfügung.

Der Flurbereich ist mit einer Kinderbibliothek ausgestattet. Bilder-, Sach- und Märchenbücher laden zum Betrachten ein und es wird vorgelesen. Bücher können als Anregung und Förderung für zu Hause ausgeliehen werden. Ein weiterer Bereich ist die religionspädagogische Ecke, hier können sich die Kinder über Gott austauschen, religionspädagogische Materialien wie Gebetsketten, Legematerialien und Bilderbücher geben Zeit und Raum zur spiritualen Erfahrung. Im Zwiegespräch mit Gott hat das Kind Möglichkeiten seine Anliegen oder auch Sorgen Gott, Jesus mitzuteilen. Das Außengelände steht nach dem Morgenkreis einigen älteren Kindern im Alter von 4-6 Jahren zum Freispiel zur Verfügung. Die Kinder lernen sich selbst zu steuern, richten sich hierbei an den aufgestellten Regeln der Einrichtung. Das U3 Außengelände wird von den Kindern in Begleitung einer pädagogischen Mitarbeiterin miteinbezogen. Nach der Öffnung der Gruppen trifft sich jede Gruppe zum gemeinsamen Abschlusskreis. Hier wird berichtet und erzählt, Geburtstage werden gefeiert, Geschichten und Bilderbücher vorgelesen, Lieder gesungen , Fingerspiele, Kreisspiele, rhythmische Angebote zu unterschiedlichen Themen gestalten den Stuhlkreis.

Eine feste Struktur in unserer Einrichtung ist das gemeinsame Gruppenfrühstück an jedem Freitagmorgen. Es ist uns wichtig, dass wir uns an diesem Morgen Zeit nehmen gemeinsam zu essen. Einige Kinder der Gruppe bereiten hierzu im Vorfeld Gemüse- und Obstteller selbständig vor. Die Einkaufsliste hierzu wird von allen Kindern der Einrichtung am Wochenanfang abgestimmt. Einmal im Monat erweitern wir das gemeinsame Frühstück mit Quark, Joghurt oder Dips.

Für unsere Vorschulkinder bieten wir übergreifende Angebote: Angebote zum Übergang zur Grundschule, Bibelstunde, Zahlenland, Schulkindernachmittage.

Es gibt fest installierte Projektangebote im Laufe eines Jahres: Waldwoche, besondere Bewegungseinheiten zum Bewegungsabzeichen (Kibaz Abzeichen). Es ist uns wichtig, den Kindern Bewegungserfahrungen zu geben, Bewegung ist das Grundbedürfnis des Kindes.

Durch die Aufnahme der zweijährigen werden gemeinsame Stuhlkreise entweder dem Auffassungs- und Konzentrationsvermögen, sowie der Ausdauer der Kinder angepasst, oder die jüngeren Kinder gehen gemeinsam mit einer Erzieherin in einer anderen Räumlichkeit einer anderen Beschäftigung nach.

Durch die täglichen Beobachtungen erfahren wir Themen, die für das einzelne Kind oder die Kindergruppe von Bedeutung sind und können Materialien und Impulse eingeben.

Das Außengelände nutzen wir jeden Tag, weil es uns wichtig ist, dass sich die Kinder an der frischen Luft bewegen und sich dort spielend und lernend beschäftigen.

 

 

Der situationsorientierte Ansatz

 

Wir orientieren uns in unserer Arbeit am situationsorientiertem Ansatz. Hier werden Lebens- und Gefühlssituationen der Kinder aufgegriffen, die für die Kinder eine enorme Wichtigkeit haben. Durch unsere Beobachtungen, Unterhaltungen mit den Kindern und durch Erzählungen der Eltern erhalten wir einen Einblick in die Interessen und dem Gefühlsleben der Kinder. Themen, Anliegen, Bedürfnisse der Kinder werden aufgegriffen und mit dem einzelnen Kind, einer Teilgruppe oder mit der Stammgruppe, oder auch mit der gesamten Kita in Projekten vertieft. Nach Möglichkeit werden die Kinder in die Planungen der Projekte einbezogen. Ziel ist nicht das Ergebnis, sondern ein kompetenterer und selbstbestimmter Umgang im Lebensalltag. Bei der Vorgehensweise wird der Themenbereich in projektähnlichen Aktivitäten bearbeitet. Soziales Lernen und die Vermittlung von Fachkenntnissen werden verbunden.              

Themenbeispiele zur Projektarbeiten :

> Meins-Deins-Unsers

> Karneval

> Eis, Schnee, Regen-unser Wetter,

> Ich heirate

> Käfer, Wurm und Krabbeltiere

> Spielzeugfreie Zone

> Wir in unserer Gruppe

> Gewaltprävention

 

Daneben gibt es viele Situationen, die spontan aufgefangen werden. Interessen von Kindern werden verstärkt, ohne dass daraus ein geplantes Projekt entsteht. Entsprechende Spiel- und Lernmaterialien verhelfen zur Umsetzung des Handelns.

z.B. Wünsche von Kindern :

> Höhlen und Schiffe bauen, > Ich war bei Papa im Büro > Ich möchte heute Prinzessin sein

> wir spielen Feuerwehr/ Krankenwagen …

Fragen von Kindern: > Warum entsteht Wind? > Wieso blitz es? > Wo wohnt der liebe Gott?

>Wieso hat Monika keinen Papa? > Wo kommen die Babys her?

Bedürfnisse von Kindern: > Ich vermisse meine Mama > Ich bekommen einen Bruder, das find ich gar nicht gut > Ich bin müde > Meine Oma ist gestorben

 

 

In unserer Einrichtung sind wir mit der Tatsache konfrontiert dass unsere Kinder immer jünger werden. Insbesondere die Handlungen der jüngeren Kinder beruhen mehr auf ihren momentanen emotionalen Gefühlsebene. Wir als Mitarbeiter stehen vor der Herausforderung immer in der Lage zu sein, zu erkennen was die Kinder aktuell benötigen.